Nach den heißen Sommertagen beginnt im Herbst die ideale Pflanzzeit. Gehölze, Gräser und Stauden lassen sich besonders gut setzen und geben dem Garten eine frische, neue Struktur. Freie Stellen in Beeten können mit Violen, Purpurglöckchen (Heuchera), Scheinbeeren (Gaulteria), Calluna, Alpenveilchen, Skimmia, Silberblatt, Silberdraht, Mühlenbeckia, Hebe, Moosen und verschiedenen Gräsern aufgefüllt werden. Auch Pflanzschalen und -gefäße lassen sich jetzt bepflanzen und sorgen mit winterharten Pflanzen für Farbtupfer in der kalten Jahreszeit. Pflanzzwiebeln für Frühlingsblüher kommen im Herbst in die Erde und sorgen nach den kalten Monaten für einen farbenfrohen Start ins neue Gartenjahr.
Pflanzzeit für Gehölze
Alternativen zu Buchs
Buchsbäume sind ein fester Bestandteil in klassischen Bauern- und Landhausgärten. Doch seit der Buchsbaumzünsler (Cydalima perspectalis) zu Beginn des 21. Jahrhunderts aus Asien eingeschleppt wurde, werden immer mehr Buchsbäume durch die gefräßigen Raupen innerhalb kurzer Zeit kahlfressen. Trotz verschiedener Bekämpfungsmaßnahmen lassen sich befallene Buchsbäume oft nicht dauerhaft retten.
Es gibt zahlreiche attraktive Alternativen, die vom Buchsbaumzünsler nicht befallen werden und die ebenso mit dichtem Wuchs, hoher Schnittverträglichkeit sowie Winterhärte und immergrüner Optik überzeugen.
Eiben
Die Gemeine Eibe (Taxus baccata) zählt zu den beliebtesten Alternativen zum Buchsbaum – besonders für höhere Hecken. In der Natur kann sie zwar bis zu zehn Meter hoch werden, lässt sich jedoch hervorragend schneiden und in die gewünschte Form bringen. Dadurch eignet sie sich nicht nur für hohe Sichtschutzhecken, sondern auch für niedrige Hecken und kunstvolle Formgehölze.
Auch in Sachen Standort ist die Eibe unkompliziert: Sie ist winterhart und gedeiht sowohl in der Sonne als auch im Schatten. Wichtig zu wissen: Alle Pflanzenteile der Eibe sind für Menschen und Haustiere giftig.
Stechpalmen
Der Berg-Ilex bzw. die Japanische Stechpalme (Ilex crenata) gilt als eine der besten Alternativen zum Buchsbaum. Je nach Sorte sind ihre kleinen, immergrünen Blätter dem Buchs zum Verwechseln ähnlich. Ob als Hecke, Beeteinfassung, Solitär oder kunstvoll geschnittenes Formgehölz – Ilex crenata ist vielseitig einsetzbar.
Die Japanische Stechpalme ist zudem pflegeleicht und unkompliziert. Sie verträgt Rückschnitte hervorragend, ist winterhart und frostfest und gedeiht sowohl an sonnigen als auch an halbschattigen Standorten. Je nach Sorte ist pro Jahr ein Zuwachs von bis zu 15 Zentimetern möglich. Wichtig: Die Pflanze ist für Menschen und Haustiere giftig.
Spindelstrauch
Der Japanische Spindelstrauch (Euonymus japonicus) ist eine vielseitige Alternative zum Buchsbaum. Er eignet sich hervorragend für niedrige Hecken, Beeteinfassungen, als Bodendecker oder als dekorative Kübelpflanze. Dank ihrer hohen Schnittverträglichkeit eignet sie sich zudem ideal für regelmäßige Form- und Rückschnitte. Je nach Sorte begeistert er mit grünem oder attraktiv bunt gemustertem Laub und setzt so das ganze Jahr über schöne Akzente im Garten.
Am wohlsten fühlt sich Euonymus japonicus in einem lockeren, nährstoffreichen Boden an einem sonnigen bis halbschattigen Standort. Seine immergrünen Blätter sorgen auch im Winter für Farbe. Fröste verträgt die Pflanze weitgehend gut.
Weitere Alternativen für Buchs
Für niedrige Hecken, Beeteinfassungen oder formschöne Gehölze ist die Auswahl an attraktiven Alternativen zum Buchsbaum riesig. Neben klassischen immergrünen Gehölzen eignen sich auch winterharte Kräuter wie Thymian oder Lavendel als natürliche Einfassung.
Welche Pflanze am besten zu Ihrem Garten passt, finden wir gerne gemeinsam mit Ihnen heraus. Besuchen Sie uns – wir beraten Sie persönlich und helfen Ihnen dabei, die passende Buchs-Alternative zu finden.
Überwinterung von frostempfindlichen Pflanzen
Damit frostempfindliche Pflanzen gut durch die kalte Jahreszeit kommen, sollten sie rechtzeitig vor dem ersten Frost an einen geeigneten Überwinterungsplatz umziehen. Mit ein paar einfachen Maßnahmen schaffen Sie die besten Voraussetzungen dafür, dass Ihre Pflanzen den Winter gut überstehen.
Grundsätzlich gilt: Die meisten Pflanzen bevorzugen einen hellen und kühlen Standort. Ideal sind beispielsweise eine Garage mit Fenster, ein Wintergarten oder ein heller Kellerraum. Einige Arten haben jedoch besondere Ansprüche: Die Mandevilla (Dipladenie) fühlt sich beispielsweise an einem wärmeren Platz wie im Wohnzimmer wohler als in einem kühlen Winterquartier.
Beim Rückschnitt vor der Überwinterung gibt es unterschiedliche Empfehlungen. Wir raten zu einem groben Rückschnitt vor dem Einwintern, damit die Pflanze weniger Energie verbraucht. Vor dem Umzug ins Freie im Frühjahr sorgt ein feinerer Schnitt für eine frische und gepflegte Optik.
Auch im Winter benötigen Pflanzen etwas Pflege. Gießen Sie sie regelmäßig etwa alle zwei bis vier Wochen – allerdings sparsam, da der Wasserbedarf während der Ruhephase deutlich geringer ist.
Wer mehrere Pflanzen gemeinsam überwintern möchte, sollte vorher auf ihre Gesundheit achten. Befallene Pflanzen mit Schädlingen sollten zunächst behandelt oder in einen getrennten Raum gestellt werden, damit sich Krankheiten und Schädlinge nicht auf andere Pflanzen übertragen.